13. REISEBERICHT: 11.10.-14.10.2002

Chicago nach Denver

Bisherige Route Gesamtübersicht:

Diese Etappe:

Einige werden sich wundern, dass wir anstatt nach New Orleans, jetzt auf einmal nach Denver rübergefahren sind. Doch wir wollen all die Nationalparks im Westen noch vor dem Wintereinbruch durchackern und ausserdem soll zur Zeit rund um Moab (Utah) die beste Zeit zum Mountainbiken sein.
In St. Louis angekommen merkt man, dass man sich den Südstaaten nähert, der Akzent ist Chewing Gum mässig gedehnt und nicht immer leicht zu verstehen. Am meisten haben wir über das Nightlife gestaunt: Downtown werden um 18:00 die Bürgersteige raufgeklappt, selbst die Fastfoodläden schliessen und danach ist tote Hose. Unser Parkplatz, der auf den ersten Blick ganz gut ausgeschaut hat, entpuppt sich als ziemlicher Reinfall, da er unmittelbar neben der Bahnlinie liegt und alle halbe Stunde ein 120 Wagen langer Güterzug unter ohrenbetäubendem Lärm vorbeischleicht. An Einschlafen ist nicht zu denken. Somit machen wir uns wieder auf die Suche und finden neben dem Footballstadion eine Bleibe. Dort hat sich auch schon eine riesige Menschenschlange gebildet, die alle vor dem Stadion übernachten und auf den Vorverkauf von Tickets warten.
Von St. Louis aus ging es weiter nach Kansas City. Dort sind wir am Abend angekommen,  kurz Downtown angeschaut und haben, wie im Reiseführer geschrieben steht, festgestellt, dass Kansas City touristisch herzlich wenig zu bieten hat, haben uns in den Wagen gelegt und sind am nächsten Morgen früh Richtung Denver losgefahren.
Die Strecke von Kansas City nach Denver ist 1000 km langweilige Steppe, die wir so schnell wie möglich hinter uns bringen wollten. Der einzige Vorteil war, dass jeweils der Beifahrer viel Zeit hatte, das Tagebuch zu schreiben, Reiseberichte zu erstellen, mails zu schreiben, Reiseführer zu studieren, etc, etc, da es alle halbe Stunde genügte mal rauszuschauen. Nach elf Stunden Fahrt sind wir in Denver angekommen.
Denver liegt genau eine Meile (1600m) hoch und dementsprechend kalt war es auch in der Nacht. Im Campground des State Parks mussten wir mal wieder die Wäsche waschen, den Wassertank auffüllen und den 20'000 km Service organisieren. Denver selber hat eine schöne Innenstadt mit einer autofreien Fussgängerzone, vielen Strassencafés und einem kostenlosen Busservice, der durch Downtown verkehrt. Gemütlich schlenderten wir durch die Stadt und genossen den Sonnenschein.
Eigentlich wollte wir den Service am Landy selber durchführen, doch es war keine Garage aufzutreiben, in der wir selber werkeln konnten. Somit fuhren wir zu Landrover East, der eine, für amerikanische Verhältnisse, riesige Auswahl an
Landrovern und eine excellent ausgestattete Werkstatt hat. Der Service ging rassig vor sich und somit können wir wieder die nächsten 20'000 km unter die Räder nehmen. Als Geschenk sie uns noch zwei Offroadführer für Colorado und Moab mitgegeben, damit wir unseren Landy auch abseits der Strassen einsetzen können, doch davon mehr im nächsten Reisebericht.

Die Bilder können die Grösse des Bogens von St. Louis nur ansatzweise wiedergeben, das Teil ist einfach riesig. Doch es ist erstaunlich, welche Faszination ein solcher Bogen ausüben kann. Man betrachtet ihn aus den verschiedensten Blickwinkel und kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Blick vom Bogen aus auf St. Louis Downtown.

Hoch oben auf dem Bogen. Während die meisten Touris nur ein paar Minuten oben blieben, genossen wir die Aussicht gut eine gute halbe Stunde lang. Der Ausblick durch die kleinen Fenster ist schlicht atemberaubend.

Ausserhalb von St. Louis besuchten wir den Laumeier Skulpturenpark. In einem riesigen Park konnten sich diverse Künstler austoben und haben sich mit über 40 verschiedensten Skulpturen verewigt.

Und rein geht es nach Kansas City

Kansas City vom 1. Weltkrieg Memorial aus gesehen

1000 Kilometer Steppe, flaches Farmland, ab und zu eine Tankstelle, hin und wieder eine Ausfahrt zu einer Strasse die schnurgerade zum Horizont hinführt und sonst nichts. Es genügte alle paar Stunden rauszuschauen um festzustellen, dass es immer noch gleich ausschaut.
Let's go west
Denver vom Kapitol aus gesehen. Dahinter erheben sich die Rockies
Denver Downtown
Autofreie Fussgängerzone in Denver. Eine Rarität in amerikanischen Städten
An der Ostküste waren wir für den Indian Summer leider zu früh dran, doch hier, rund um Denver, tragen die Bäume goldgelbe Blätter und lassen auch das Indian Summer Feeling aufkommen.

 

Tom von Landrover East in Denver hat den Service durchgeführt und unseren Landy gewissenhaft durchgecheckt.

Thanks Tom !