25. REISEBERICHT: 22.4.-13.5.2003

Rundreise um San Francisco

Bisherige Route Gesamtübersicht:

Diese Etappe:


Wie schon im letzten Reisebericht angetönt, haben wir, nachdem wir in San Francisco die Surf- und Kiteboards gegen unsere Skis getauscht haben, einen Abstecher in die Sierra Nevada gemacht, um einen schönen, warmen, frühlingshaften Skisaisonausklang zu erleben. Doch daraus wurde nicht viel: In Squaw Valley, unserer ersten Destination, war es tagsüber zwar sonnig, doch die Temperaturen kamen nicht über den Nullpunkt und die Pisten waren dementsprechend hart. Am Abend ging es von den Bergen runter nach Reno, wo wir nach diesem anstrengenden Skitag, das "all you can eat"- Buffet leerfegten. Am nächsten Tag ging es nach Kirkwood, mit 2500 m.ü.M., eines der höchstgelegensten Skigebiete in der Sierra Nevada. Und hier tobte der schon angetönte Schneesturm zwei Tage lang . Tagsüber waren wir im Eingangsbereich der Lodge am Kaminfeuer und für die Nacht hiess es raus in die Kälte in den tiefgefrorenen Landy. Welch Umstellung zu den warmen Nächten in der Baja. Da es draussen "nur" -7°C war, brachten wir die Nächte einigermassen gut hinter uns. Dafür erwartete uns am Samstag ein genialer Skitag: 20 cm Pulverschnee, strahlender Sonnenschein und wir waren die ersten, die den Schnee entpulvern konnten, yeaahhhh, was für ein Saisonabschluss.

Fazit Skifahren in den USA:
Wir hatten bisher immer das Gefühl, die Skigebiete in den USA seien den Europäischen punkto Steilheit, Liften etc. überlegen, doch das ist mitnichten der Fall. Nimmt man unsere Top-Resort, wie Verbier, Chamonix oder St. Anton, so hinken die US-Ressorts weit hinterher in Bezug auf Grösse, Steilheit, Höhenunterschied und Modernität der Lifte. Einzig der Schnee in Colorado und Utah ist einzigartig leicht und vermag zu begeistern. Dafür sind die Preise gesalzen: 60-70$ für eine Tageskarte ist eine Zumutung. Wir haben es genossen, doch nur für einen Skiurlaub würden wir sicher nicht mehr rüberfliegen.

Weiter ging es zum Yosemite NP, der auch in den Einfluss des Sturmtiefs kam und uns ebenfalls Schnee bescherte. Doch die beidseits des Yosemite Tales steil herausragenden Wände von El Capitan und Halfdome waren trotz des schlechten Wetters mehr als imposant. Wir begnügten uns mit ein paar Spaziergängen im Tal und fuhren danach weiter in den Kings Canyon und Sequoia NP. Dort erwartete uns ebenfalls Schnee und Kälte, doch ergaben der Nebel und Schnee eine mystische Atmossphäre zwischen diesen bis zu 80 Metern hohen und über 3000 Jahre alt werdenden Bäumen. Während des Goldrushs in Kalifornien, wurden zwischen 1849 und 1853 die meisten dieser Baumriesen gefällt und nur noch riesige Stümpfe im Wald zeugen von deren traurigen Ende.
Vom Sequoia NP, ging es von 2000 m.ü.M. runter auf Meereshöhe, in die fruchtbare Ebene von Fresno, die mit Obst- und Gemüseplantagen vollgesäht ist. Endlich waren die Temperaturen angenehm. Wir fuhren zu unseren Kollegen ins Napa Valley, wo wir eine Woche lang alle möglichen Pendenzen aufzuarbeiten hatten, wie z.B. alle Mails beantworten, Auto innen entstauben und reinigen, Service am Landy, diverse Abklärungen wegen Veschiffungen und, und, und ... .
Dazwischen machten wir uns noch einmal nach San Francisco auf, um dieses zu Fuss zu erkunden. Zwei Tage lang latschten wir uns die Füsse Berg rauf und runter wund, wurden aber mit Ausblicken belohnt die nicht mancher Touri ansteuert. Die Strassen sind teilweise so steil (über 15°), dass der Einsatz der Geländereduktion, das Berganfahren erheblich erleichterte und beim Runterfahren die Bremsen schonte. Ziemlich erschüttert waren wir über die Anzahl Obdachloser in S.F. Nirgendwo sonst in Nordamerika haben wir so viele angetroffen. Ebenfalls machte S.F. seinem Namen als windy City alle Ehre: Sobald der Wind durch die Gassen fegte, waren wir froh den Faserpelz dabeizuhaben.

Das wärs soweit und wir sind bereit, die nächsten 5'000 km nach Alaska unter die Räder zu nehmen. Wir werden sicher einen Zwischenhalt am Columbia River (zwischen Oregon und Washington) machen, um die Surf- und Bikemöglichkeiten dort auszuloten. Davon im nächsten Reisebericht.

 

Blick auf Squaw Valley
Hoch über Squaw Valley mit Blick auf den Lake Tahoe
Ab nach Reno
"Frühlings"-Bedingungen Kirkwood

Pulver, Pulver, Pulver... . Nicht so leicht wie in Colorado oder Utah, eher vergleichbar mit unserem Schnee, doch für Ende April kann man sich nicht beklagen.
Es geht rauf auf 3'000 m.
Hier runter ???
Klaro !!!
Schnekettelchen bzw, Bändelchen auf Amerikanisch
Ehemalige Goldgräberstadt Murphys
Blick ins Yosemite Valley
Freeclimber Paradies El Capitan
Yosemite Falls. Im Sommer sind sie so ausgetrocknet, dass nur ein Rinsaal runter kommt
Restaurierte Dampflok, die früher zum Abtransport der Sequoias verwendet wurde
Blick in den Kings Canyon
General Shermann Tree: Weder der höchste, noch der dickste, doch volumenmässig der grösste aller Mammutbäume. Durchmesser ca. 12m, Höhe 85m, Alter über 2500 Jahre.
Das Holz, um das dieser Riesenbaum jedes Jahr wächst, entspricht dem eines 18m hohen Baumes, mit normalen Proportionen
General Grant Tree
Such den Landy
Saubermachen ist angesagt
Wieder in San Francisco
Esther und Alcatraz
Seelöwen am Pier 39. Zum Glück kann man den Gestank nicht per Web übermitteln
Blick von den Piers auf den Financial District

SFMOMA: San Francisco Museum of Modern Art. Entworfen von Mario Botta
Transamerica Pyramid
Im Cable Car
Eindruck von der Steilheit