38. REISEBERICHT: 25.2.-5.3.2004

Honduras

Bisherige Route Gesamtübersicht:

Diese Etappe:


Der Grenzübertritt von Guatemala nach El Salvador ging wiederum zügig über die Bühne und in eineinhalb Stunden war der ganze Papierkram erledigt und schon konnten wir auf salvadorianischen Strassen rollen. Die Strassen hier sind in einem super Zustand und man kommt so schnell vorwärts, dass man in Gefahr gerät, das Land zu schnell zu durchkreuzen. Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz entdecken wir am Strassenrand einen alten Landrover stehen und es stellt sich heraus, dass er Manuel, einem Spanier gehört, der in El Zonte die Casa Frida (siehe Links) führt und er lädt uns grosszügig ein, kostenlos bei ihm auf dem Parkplatz zu übernachten. Da es hier so gemütlich ist, hängen wir noch einen Tag herum, lesen, schwimmen in der Brandung und quatschen mit anderen Reisenden. An der Küste bei La Libertad gibt es super Plätze zum Wellenreiten und wir können von der Strasse aus zuschauen, wie die Cracks die Wellen abreiten. Am nächsten Tag ziehen wir weiter zum Lago de Coatepeque. Es ist ein wunderschöner See in einem verloschenen Vulkankegel und wir können beim Centro de Obrero sicher übernachten. Tags darauf geht es zum Cerro Verde Nationalpark, mit einem wunderschönen Ausblick auf den See und die umliegenden Vulkane. Weiter geht unser Reisle Berg rauf und runter durch trockene Landschaft und an vielen armseligen Blechhütten vorbei nach Santa Ana, der zweitgrössten Stadt von El Salvador. Es gibt nicht viel zu sehen und so verlassen wir die Stadt wieder und nehmen von Metapan aus, eine unserer berühmten "Abkürzungen". Auf der Karte ist die Strasse in fettem rot eingezeichnet, doch entpuppt sich sie sich als handfeste Offroadstrecke über diverse Bergketten, mit einer knackigen Flussdurchfahrt. Am Abend kommen wir in Chalatenango an und können dort bei der Badeanlage Agua Fria auf dem Parkplatz übernachten. Hier treffen wir auf Reinaldo, der Anwalt ist, bei der Polizei arbeitet und uns am nächsten Tag alles über den Bürgerkrieg, der von 1980 bis 92 hier gewütet hat und die bevorstehenden Wahlen erzählt. Es ist sehr interessant, die ganze Geschichte mal aus einer anderen Perspektive zu hören.
Die Fahrt nach San Salvador, der Hauptstadt, bringen wir, nachdem wir fast zwei Stunden auf die Fähre gewartet haben, die uns über den Stausee bringen sollte, schnell hinter uns und schlendern danach durch die Stadt. Highlights hat es keine nennenswerten, die Stadt ist schmutzig und stinkig, die Leute schauen ernst und abweisend drein, auf dem Markt gibt es nicht viel zu sehen und so verlassen wir San Salvador schnell wieder Richtung Costa del Sol. Hier finden wir wunderschöne Sandstrände, doch das haben die reichen San Salvadorianer auch schon gemacht und die gesamte Küste ist mit Wochenendhäusern vollgepflastert und es gibt fast keine öffentlichen Zugänge zum Strand. Zum Übernachten fahren wir in eine bewachte Wochenendsiedlung und fragen den Wächter an, ob wir uns zwischen den Häusern einrichten können. Er nickt und meint nur, dass das kein Problem sei. So haben wir den gesamten Strand für uns alleine und können wieder mal einen wunderschönen Sonnentuntergang geniessen.
Nächstentags geht es zur Peninsula San Juan del Gozo. Hier hat es vor uns wohl kaum Touris hinverschlagen und wir werden ziemlich erstaunt angeglotzt. Selbst wenn wir die Leute anlächeln und aus dem Auto rauswinken, können wir den wenigstens ein Lächeln oder Zurückwinken entlocken, wie wir es bisher von den anderen Ländern gewohnt waren. Alle Leute hier sind eher ernst und verschlossen, schade. Dafür entdecken wir einen wunderschönen Strandplatz und was das Beste ist, es hat Wellen und Wind!!! So packt Petr kurzerhand den Kite aus und stürzt sich in die Fluten. Am Anfang wird er ein paar Mal richtig von den Wellen durchgespült, bis er aus dem Brandungsgürtel rauskommt, doch danach wird es ein richtig guter Tag mit guten Wellenritten und hohen Sprüngen.
Nach kurzer Fahrt entlang der Küste erreichen wir La Union, die grösste Hafenstadt El Salvadors und finden auf dem Hauptplatz des kleinen Dörfchens Las Playitas einen sicheren Schlafplatz. Natürlich werden wir von der gesamten Dorfjugend neugierig beäugt, doch um 21:30 müssen die Kids ins Bett und wir können uns auch ins Dachzelt verkriechen.
Tja, das war's schon aus El Salvador und wir ziehen weiter nach Honduras.

Ach ja, noch was zum Wetter. An der Küste ist es tagsüber um die 35°C heiss und es kocht einen richtig aus. In der Nacht kühlt es auf 26°C ab. So kann man gemütlich noch die ganze Nacht draussen in Shorts herumsitzen. Im Hochland kann es schon mal "kühler" werden und das Thermometer sinkt auf auf knappe 18°C ab. Ansonsten ist es immer sonnig, Regen haben wir schon lange nicht mehr gehabt.

Fertig!
 

Willkommen in El Salvador
Marktstände
Beachlife in El Salvador, man beachte die sexy Badekleider !!!
Blick auf die wunderschöne Küste
Lastenfahrer mit seinem Gefährt

Casa Frida und Sonnentuntergang
Surf, surf, surf around ...

Marktleben in La Libertad
Lago Coatepeque
Blick von Cerro Verde aus auf den Vulkan Icaypa
Kathedrale in Santa Ana
Beispiel einer besseren Behausung. Einfachere Hütten haben nur Wellblechwände

Unterwegs auf der Abkürzung von Mapatan nach Chalatenango
Bei Reinaldo und seiner Mutter
Touricentro Agua Fria. Auch hier baden die meisten mit Shorts und T-Shirt bekleidet

Endlich ist die Fähre gekommen. Mit modernstem Rettungsmaterial ausgerüstet
Kirche in Suchitoto
Auf dem Weg nach San Salvador

In San Salvador

Am Markt

Im Nobelquartier und darunter die Schattenseite von San Salvador
An der Costa del Sol
Viele Felder werden noch ohne maschinelle Hilfe bestellt

Kiten am Strand von Corral de Muelles

Kitevideo Jibe and Jump:
35s, 2.5MB, MPEG
35s, 456KB, WMV

Kitevideo Jump:
5s, 156KB, WMV



 

 

El Salvadorianisches Strandleben
Unser Übernachtungsplatz in Los Playitas

Ab nach Honduras !!!
   
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