51. REISEBERICHT: 31.10. - 7.11.2004

Von Florianopolis an die Uruguayanische Grenze

Bisherige Route Gesamtübersicht:

Diese Etappe:


Nachdem wir Florianopolis einmal am Wochenende erlebt haben, wodie ganze Stadt mit 20-25jährigen gefüllt war und voll die Post abging, fuhren wir der Küste entlang weiter nach Süden und danach ab in die Berge nach Canela und Gramado. Beides kleine, voll touristische Städtchen, die ebenfalls von deutschen Einwanderern gegründet wurden und in denen immer noch einige Fachwerkhäuser stehen. Gramado ist vor allem bekannt für seine Schokoladenfabrikation und wir konnten eine kleine Führung absolvieren, mit anschliessender Verkostung der Produkte. War echt gut, doch an Schweizer Schokolade, kommen sie noch nicht ran.
Weiter ging es nach Bento Goncalves, genauer gesagt ins Valle de Vinhedos. Hier haben sich vor allem italienische Einwanderer niedergelassen und die haben neben Pasta, Käse und Prosciutto natürlich auch ihren Wein mitgebracht und kultiviert. Bei strömendem Regen fahren wir von Weingut zu Weingut, degustieren uns durch die Weinkeller, kosten Käse und Schinken und ein Weinbauer lädt uns sogar ein, bei ihm auf dem Hof zu übernachten. Beim Nachtessen erfahren wir viel über die Region und ihre Einwanderer. Wir waren sehr erstaunt zu hören, dass in dieser Region im Winter die Temperatur häufig unter die Nullmarke sinkt und dass es hin und wieder schneien kann. Ha, schon wieder was gelernt.
Weiter durch Porto Allegre, das herzlich wenig bietet und wir in einer Stunde mit dem Auto durchfahren haben , zur uruguayanischen Grenze. Die Strecke führt durch weite, sumpfige Ebenen, die fast unbesiedelt sind und ein Vogelparadies sind. Als glänzendes Highlight müssen wir unterwegs bei einem Lastwagen noch Diesel abkaufen, da wir in der Hoffnung, dass der Diesel ausserhalb der Stadt billiger wird, nicht aufgetankt haben und die nächste Tankstelle wollte und wollte nicht kommen.
Den Grenzübergang passieren wir innerhalb von fünf Minuten und haben um 22:25 Brasilien nach vier Monaten wieder verlassen und übernachten im Niemandsland zwischen Brasillien und Uruguay.
Wehmütig lassen wir an dem Abend unsere Zeit in Brasilien passieren. Es hat uns hier sehr gut gefallen und wir sind begeistert von der Freundlichkeit und Gastfreundschaft der brasilianischen Bevölkerung.

Wir kommen wieder, Ate logo Brasil !

 

Ein kleiner Nachtrag zu den Stränden der Isla Santa Catharina (Florianopolis)
Florianopolis
In Gramado
... und das Lokmuseum
Parque da Ferradura
In der Schoggifabrik

 
Am Weindegustieren
Puerto Allegre
Am Diesel umfüllen
Im Süden Brasilien auf dem Weg nach Uruguay
Eine Ära geht zu Ende. Nicht nur hat Schweizer Radio International auf Kurzwelle seinen Sendebetrieb eingestellt sondern wir verabschieden uns nach zwei Jahren von unserer nur hinter der Heckscheibe aufgeklebten Nummern und montieren vorne und hinten "offizielle" Schilder, die wir in Brasilien haben pressen lassen.
Somit werden wir nicht immer gefragt, wo wir her sind, da schon "Suiza" und "Switzerland" aufgedruckt sind.
Und die Polizisten wissen eh nicht, wie eine offzielle Schweizer Nummer aussieht.
Unser letztes Nachtessen in Brasilien
   
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