68. REISEBERICHT:   28.9. - 5.10.2005

Galapagos

Bisherige Route Gesamtübersicht:

Diese Etappe:


Jaaaaa, mittlerweile sitzen wir schon seit über einer Woche in Auckland, haben unseren Landy problemlos durch den Zoll und Quarantäne gebracht und sind nun daran einige schon längst fällige Sachen am Landy in Ordnung zu bringen, wie z.B. leckende Servolenkung und Kupplungspedal, der Kühlschrank kann endlich repariert werden, Preise für die Verschiffung nach Oz anfragen, Visum für Oz beantragen und, und, und... . Es wird uns auf jeden Fall nicht langweilig, doch dazu ausführlicher im ersten Neuseeland-Reisebericht. Jetzt ist zuerst mal Galapagos angesagt.

Halt, halt, zuerst noch zu den letzten Tagen in Guayaquil:
Nachdem wir den Landy blitzblank gereinigt haben, konnten wir ihn am Freitag in den Hafen bringen, wo nach fast zwei Stunden Wartezeit, der Zöllner und der Drogenpolizist inklusive Hund endlich Zeit hatten, unser Gefährt eine Stunde lang nach Drogen zu durchsuchen. Dem Drogenhund gefiel unser Landy so gut, dass er mit seinen dreckigen Pfoten auf die frisch gereinigten Sitze gesprungen ist. Esther hätte beinahe ihre Tierliebe vergessen und ihn eigenhändig erdrosselt. Nachdem sich noch vier Hafenarbeiter an den Landy gehängt haben, passte er milimetergenau in den Container rein. Verzurren, Türen zu, Siegel und Vorhängeschloss dran und weg war er.
Die letzten Tage in Guayaquil konnten wir uns endlich dem Sightseeing widmen. In den letzten Jahren ist dank diversen neuen Bauten und neuerstellten Fussgängerzonen, aus der ehemals schmuddeligen Hafenstadt ein sehenswertes Touristenziel geworden. Am Dienstag trafen wir uns zum letzten Mal mit Evy und Michi und am Mittwochmorgen brachte uns Fernando zum Flughafen.

Nach eineinhalb Stunden kommen wir am Flughafen von San Cristobal an, da der Flughafen in Baltra wegen Umbau geschlossen ist. Der Guide nimmt uns in Empfang, wir warten noch auf die anderen Gäste und dann geht es zu unserem Boot, der Poseidon. 16 Meter lang, 8 andere Passagiere und 5 Mann Crew sind die Eckdaten.Wir beziehen unsere Kabine und schon gibt es Mittagessen.
Danach geht es zur Isla de la Lobos, wo wir unzählige Seelöwen, feuerrote Krabben und Iguanas bestaunen können. Die Tiere haben in der Tat keine Angst vor Menschen und wir können ihnen ganz nah kommen. Danach können wir noch eine halbe Stunde mit den Seelöwen herumschnorcheln, was einen Riesenspass macht, weil die Jungen sehr neugierig und verspielt sind. Sie preschen mit einem irren Speed an uns heran und weichen erst kurz vor der vermeintlichen Kollision aus. Leider ist das Wasser nur 15°C kalt und trotz dem Neopren, sind wir nach einer halben Stunde ziemlich durchfroren. Zurück an Bord gibt es heissen Tee und Kekse und es geht wieder zurück in den Hafen. Dort Nachtessen und dann brechen wir um 22:00 auf Richtung Plaza Sur. Die See ist ziemlich rauh und unser Boot schlingert wild in den Wellen herum. Dank Tabletten gegen Seekrankheit und rechtzeitigem Abliegen in der Koje übersteht sogar Esther die Schaukelei und die Füsse der Tölpel bleiben weiterhin blau.
Um 7:30 gibt es Frühstück, danach rein ins Beiboot zum Landausflug. Auf Plaza Sur haben wir eineinhalb Stunden Zeit und können viele Seelöwen und Iguanas bestaunen. Dann ab ins Wasser und mit Seelöwen und Schildkröten herumschnorcheln, einfach super. Mittagessen und weiter geht es Richung Santa Fe. Hier können wir einer Seelöwengeburt beiwohnen und einige helle Iguanas bestaunen. Nachtessen, danach eine kurze Besprechung des Programms für den nächsten Tag, Tablette schlucken und ab in die Koje, denn das Boot legt bald wieder los. Wieder einmal gleicht die Fahrt einem wilden Kamelritt und wir sind mehr als froh, dass unser Mareol so gut wirkt.
Am nächsten Tag landen wir auf Santa Cruz, wo sich die Charles Darwin Forschungsstation befindet. Hier können wir die riesigen Galapagosschildkröten bestaunen. Diese wurden in der Vergangenheit wegen ihres schmackhaften Fleisches fast ausgerottet, doch jetzt ist man wieder daran den Bestand sicherzustellen.
Zurück wieder via Santa Fe nach San Cristobal, womit der erste Teil unserer Galapagosreise abgeschlossen wäre. Ausser uns wechseln alle Passagiere und auch die Crew. Wir besuchen noch das Visitorcenter auf San Cristobal und dann geht es wieder zurück zum Boot, wo schon acht neue Passagiere und die neue Crew eingetroffen ist.

In den nächsten fünf Tagen absolvieren wir die grosse Rundfahrt und können auf jeder der Inseln faszinierende Tierbeobachtungen machen. Wir kriegen Blaufusstölpel, Albatrosse, balzende Fregattvögel und Maskentölpel zu Gesicht. Jede Insel bietet ein anderes Landschaftsbild. Doch generell sind die Inseln vulkanisch mit karger Vegetation.
Der Koch zaubert immer wieder leckere Menus aus seiner einfachen Kombüse und wir geniessen die gemütliche Atmospäre und die Plauderei mit den anderen Gästen an Bord. Diese Tage vergehen wiederum im Nu und schon bald schon steht der Rückflug an.

Galapagos war ein Erlebnis, doch hatten wir geglaubt die Artenvielfalt würde grösser sein. Grundsätzlich gibt es dort Seelöwen, Schildkröten, Eidechsen, Krebse und diverse Vogelarten zu sehen. Unter Wasser kann man mit Seelöwen und Schildkröten schnorcheln und es hat Stellen wo man mit Hammerhaien tauchen kann. Das Spezielle aber an Galapagos ist, dass gewisse Tierarten eben nur hier existieren und die Tiere keine Angst vor Menschen haben.

In Guayaquil angekommen, sind wir noch am überlegen, ob wir Jorge anrufen sollen, damit wir bei ihm die nächsten zwei Tage bleiben dürfen, doch bevor wir uns entschieden haben, winkt uns schon Jorge entgegen. Er wusste nicht mit welchem Flieger wir ankommen würden und so hat er schon fast zwei Stunden auf uns gewartet, welch Überraschung. Die letzten zwei Tage können wir bei ihm in seiner Villa verbringen, sein Chauffeur bringt uns wann wir wollen in die Stadt und holt uns wieder ab. Nach diesen herrlichen Tagen bringt uns Jorge zum Flughafen, die von Buchwalds kommen auch noch schnell vorbei, um sich von uns zu verabschieden und um Mitternacht geht es via Santiago de Chile auf die Osterinsel.
Muchas gracias Jorge y los von Buchwalds !!!

Mit vier tränenden Augen verabschieden wir uns von Südamerika. In fast eineinhalb Jahren Herumreiserei haben wir diesen Kontinent kennen und lieben gelernt. Die vielfältige Kultur, Landschaft und Küche, die bunten Märkte und die nonchalante Lebenseinstellung haben uns begeistert und die vielen herzlichen und freundlichen Menschen die wir kennenlernen durften machen uns den Abschied nicht einfach. Das Lebensniveau in den Grossstädten ist mit dem, der europäischen vergleichbar und auch mit der Sicherheit ist es nicht so übel bestellt, wie es uns die Medien weismachen wollen. Eines der Probleme ist sicher die schlechte Ausbildung der Bevölkerung und das grosse Gefälle zwischen reich und arm. Eine ausgeprägte Mittelschicht fehlt. Die Reiserei ist aber bei Weitem nicht so kompliziert und strapaziös, wie wir es vor unserer Reise erwartet hätten und wir würden jederzeit nach Südamerika zurückkehren.

Hasta Luego America del Sur !!!
 

Landy geht in die Kiste
Die letzten Tage in Guayaquil
Und by night
Esther spielt Dagobert Duck

Wir mussten die 2'000$ für die Verschiffung bar bezahlen

Ein Vorgeschmack auf Galapagos. Hier im Stadtpark
Bye bye Evy und Michi
Hasta luego Jorge
Hasta luego Gisela y Fernando
Auf unserem Luxusdampfer, der Poseidon
Los geht's zum ersten Landausflug
Jaaaa, Seelöwen und ...
... Landiguanas
Ab ins Wasser
Neugieriger Seelöwe und ein sich verbuddelnder Stachelrochen
Auf Santa Fe gibt es bunte Krebse und Landiguanas zu sehen
Die Tiere sind überhaupt nicht scheu
Ist der nicht süss?
Faszinierende Unterwasserwelt
Pelikane sind unser ständiger Begleiter
Gebanntes Warten bei der Geburt eines Seelöwenbabys
Wie Jurassic Park
Blaufusstölpel
In der Charles Darwin Forschungsstation bei den Riesenschildkröten
Seelöwen überall
Hallo ...
Was hier so alles herumkraxelt
Bitte schön lächeln !
Albi an Tower, bitte um Starterlaubnis ...
...ready for takeoff
Bunte Unterwasserwelt
 Flamingo
Junger, neugieriger Blaufusstölpel
Junger Fregattvogel und ältere am Balzen
Bye Bye Galapagos
Underwater pictures from the others travellers aboard
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