7. REISEBERICHT: 22.8.2002 - 4.9.2002

Kejimkujik NP zum Kouchibougouac NP

Bisherige Route Gesamtübersicht:

Diese Etappe:

Vom Kejimkumik Nationalpark folgen wir der Küste nach Halifax. Unterwegs machen wir Halt im malerischen Lüneburg, welches von der Unesco als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt wurde. Alle Häuser sind im Stil der ersten Siedler aus dem Jahr 1750 renoviert und man wähnt sich wirklich ein paar Jahrhunderte in der Zeit zurückversetzt.
Die Strasse führt kilometerweit durch menschenleere Gegend: Wälder, unzählige Seen und ab und zu tauchen ein paar Häuser auf, doch insgesamt ist die ganze Gegend sehr spärlich besiedelt, etwas, was wir uns von der Schweiz her nicht gewohnt sind. Ab Peggy's Cove, welches ein wunderschönes Fischerdorf ist und schon vor dem tragischen Absturz der SR111 ein vielbesuchter Touristenort war, ändert sich die Küstenform und wird zunehmend felsiger.
In Halifax angekommen, quartieren wir uns im Campingplatz ein, packen den Laptop in den Rucksack und radeln fast 50 Minuten nach Halifax Downtown. Dort verbringen wir fast 3 Stunden im Internet Café, laden die Homepage runter, damit Du, werte Leserin und werter Leser immer à jour bist, was gerade bei uns so läuft, checken unsere Mails und surfen sonst noch herum.
Halifax ist eine angenehme Stadt mit ca. 120'000 Einwohnern und dem höchsten Anteil an 18-25 Jährigen von ganz Kanada. Dementsprechend geht es auch zu: Es hat viele Bars mit Live Music, Strassenrestaurants etc.. Nachts radeln wir in den Camping zurück: Ist schon ein ungewohntes Gefühl auf einer dreispurigen Autobahn nachts herumzuradeln.
Von Halifax aus geht es rauf zum Cape Breton, der faszinierende Küstenlandschaften bietet. Wir finden ein wunderschönes Plätzchen mit eigenem Privatstrand und verbringen zwei Tage dort mit Lesen, Details am Landy verbessern, etc.. Am Abend machen wir Autokino: wir knallen eine DVD in den Laptop und ziehen uns Richard Gere und Kim Basinger rein. Ebenfalls erleben wir hier schon die erste frostige Nacht. Am knisternden Lagerfeuer lässt sich die Kälte noch aushalten, doch im Zelt wird es schon ziemlich frisch.
Die Küste ähnelt teilweise dem US-Highway #1 (Los Angeles nach San Francisco), doch hat es noch deftige Schotterwege, die uns in entlegenste Fischerdörfchen führen.
Eigentlich wollten wir von Cape Breton nach Neufundland übersetzen und von dort weiter nach Labrador und zur Happy Valley Goose Bay verschiffen, doch leider ist die Küstenstrasse nach Cartwright in Labrador noch nicht fertiggestellt. Daher planen wir, von Quebec per Schotterstrasse zur Happy Valley Goose Bay zu fahren.
Von Cape Breton geht es weiter der Küste entlang nach Cribbons Point, wo wir in einem kleinen Fischerdorf die dortigen Fischspezialitäten (Lobster und allerlei anderes Seegetier) ausprobieren. Unterwegs legen wir noch einen Stopp bei den Jost Wineries ein, machen bei der Führung mit, lassen uns den Weinkeller zeigen und degustieren danach noch ein paar ihrer Erzeugnisse, leider dürfen pro Person nur vier Weine degustiert werden. Es geht weiter zum Beginn der Prince Edward Bridge, nach kanadischen Aussagen mit 13km die längste Brücke der Welt, die Oresund-Brücke ist zwar länger, doch hat sie eine kleine Insel dazwischen.
Im Kouchibougouac Nationalpark geniessen wir nach zwei fahrintensiven Tagen (2*7 Stunden reine Fahrzeit) einen lockeren Beachtag und kultivieren unsere allmählich verblassende Bräune.
 

Im Kejimkujik Nationalpark

Typische Nova Scotia Landschaftsansichten: Küsten, Seen, Wälder

Ansichten von Lueneburg

Peggy's Cove

Wir nähern uns Halifax

Halifax by night

Auf der Citadelle von Halifax

Rund um Cape Breton

Einsamer Übernachtungsplatz mit eigenem Meeranstoss

Neben vielen anderen und uns waren noch ein paar harte Jungs mit ihren schweren Kisten unterwegs.
Harleys oder Goldwings teilweise sogar mit Anhängern sind die meistgesehensten Motorräder in den USA und Kanada

Confederation Bridge nach Prince Edward Island

Fischerromantik in Cribbons Point