FAHRZEUG UND AUSRÜSTUNG

Aktualisiert am 4.7.2004



 
Marke: Landrover Defender 110, TD5
Jahrgang: 2002

Wir haben unseren Landy innen als Wohnmobil bei Chris Elliot vom Landy Center ausbauen lassen und mit folgendem Zubehör ausgestattet:
 
Zubehör Marke
Zusatztank Diesel L+R: 40 und 65Liter WH Engineering
Wassertank 140 Liter WH Engineering
Wasserpumpe Shurflow Whisper King
Doppel-Wasserfilter (Keramik+Aktivkohle) Katadyn
Gaskocher + 5kg Propanflasche Enders
Katalyt Gasofen 650W (mit Sauerstoffmangelsicherung) Therm'x
Kühlschrank 42 Liter WEMO
Dachträger, Dachzelt, Sonnendach Hanibal
Gel-Zusatzbatterie 85Ah, mit Trennrelais Excide, IBS
Solarregler IBS
DC/AC Sinus-Konverter 220V, 150W Waeco
Ansaugschnorchel WH Engineering
Unterfahrschutz vorne,  Differentialschutz, Spurtstangenschutz WH Engineering
Rammbügel WH Engineering
Ersatzradhalter WH Engineering
Riffelblech Kotflügel und Motorhaube WH Engineering
Sitzschienenverlängerung Müller
Zusatzsteckdosen 12V in Mittelkonsole und bei der Hecktüre  
Scheinwerfer vorne und hinten auf Dachträger  
ABS und Traktionskontrolle schaltbar  
Neigungsmesser PEMAS
GPS Garmin eTrex Legend + CD ROM Worldmap
Solarpanel 65W BP Solar
Kiste auf dem Dach AMR Carbox
   

 

 


 

Mit Dachzelt, Sonnendach und Solarpanel. Das Sonnendach lässt sich mit 3 Wänden zu einem kompletten Vorzelt ausbauen.
Das Solarpanel lässt sich neigen und abnehmen.

Die 65 Watt des Solarpanels reichen gerade aus, um bei warmen Temperaturen (Tagüber 35°C und nachts 22°C) den Kühlschrank zu betreiben. Wird es heisser, muss mit Eis im Kühlschrank nachgeholfen werden.

 

Innenansicht. Auf den RAKO-Kisten können Luftmatrazen ausgelegt werden und es entsteht drinnen eine Notschlafstelle, welche von Vorteil ist, wenn das Dachzelt nicht aufgestellt werden soll oder kann (schlechtes Wetter, Übernachtung in Städten, o.ä)

 

Seitenansicht mit Wassertank, Kühlschrank und Duschschlauchanschluss

Doppelbatteriesystem mit Trennrelais und Batteriemonitor von IBS


 
Katadyn-Filter mit einem Keramik-und einem nachgeschalteten Aktivkohleelement. Die Filter müssen alle 300-400 Liter herausgenommen und gereinigt werden. Daher sind Schnellverschlüsse vorteilhaft. Ein Druckgefäss ist nicht notwendig.

GPS
 
Unser Garmin GPS eTrex Legend mit der dazugekauften Worldmap war für uns ideal. Klein genug um auch bei Trekkings mitgenommen werden zu können und gross genug um beim Fahren das Display sehen zu können. Eine externe Antenne war nicht nötig, der Empfang meistens gut.
Die CD-Rom Worldmap ist gut, selbst kleine Ortschaften sind drin und häufig sind sogar Schotterwege aufgeführt.
Luftdruck
  Vorne [Bar] Hinten [Bar]
Asphalt 3.5 4.5
Schotter 1.5-2 2.5-3
Sand 1 1.5
Wir passen den Luftdruck selbst bei kurzen Schotterstrecken an
Reifen

Auf Heavy Duty Felgen

  Laufleistung Bemerkung
BF Goodrich Trac Edge
235x85/16
95'000 km Excellente On- und offroadeigenschaften
Firestone Destination
265x75/16
  Grobes Profil, Excellente Offroadeigenschaften, hoher Rollwiderstand- und Geräusche
     
 

Dachzelt versus Poptop

Wir haben uns wie viele andere Reisende auch die Frage gestellt, ob wir ein Pop Top oder Dachzelt wählen sollen.

Hier unsere Erfahrungen mit unserem Dachzelt:
Vorteile:
-
Günstig
- Kein Eingriff in die Karrosserie
- Bei heissen Temperaturen gute Lüftung
- Wenn Auto und Motor noch heiss sind, ist es oben immer noch kühl
- Man kann im Auto drin kochen, Hitze und Moskitos bleiben unten
- Auch wenn das Dachzelt aufgestellt ist, ist das Auto immer noch diebstahlsicher geschlossen und wasserdicht.
- Geräumig
- Ohne Überzelt auch bei viel Wind stabil und ruhig

Nachteile:
- Es ist und bleibt ein Zelt. Bei Regen wird man nass beim Aufstellen, Raufklettern und Verpacken und es ist nie 100% wasserdicht
- Wird es nass verpackt, so muss es wieder mal getrocknet werden
- Längere Zeit zum Ein- und Auspacken (ca. 3-5 Minuten)
- Bei Wind flattert das Überzelt (nur bei Hannibal-Zelten), daher ungünstig bei Regen UND Wind
- Bei Temperaturen unter 0°C ist es zu kalt, da das Zelt unterbelüftet ist und keine Möglichkeit besteht, mittels Standheizung Wärme raufzubringen
- Luftwiderstand beim Fahren, mit Dachgepäckträger und Zelt


Die ersten 100'000 km
Wir haben die ersten 100'000 km mit unserem Landy zurückgelegt und sind immer noch begeistert und überzeugt das richtige Auto für eine Weltumrundung gekauft zu haben

Hier unsere persönliche Einschätzung:
- Durch die Offroadtauglichkeit können wir Strecken befahren, die mit normalen Fahrzeugen nicht möglich sind und kommen an Orte die andere gar nicht zu sehen bekommen
- Bei schlechten Strassen schätzen wir die Federung und die Robustheit
- Unser Landy ist gross genug, dass wir all unsere Toys mitnehmen können und noch drin leben können, doch klein genug, dass er überall durchkommt und noch in Garagen reinpasst
- Fällt weniger auf als ein Wohnmobil und wir können problemlos in Städten das Auto parken und drin schlafen

Vorteile:
- Moderner, kraftvoller und sparsamer Motor
- Moderner Antriebsstrang mit permanentem Allradantrieb. Somit kann auch auf Asphalt mit der Reduktion gefahren werden. Wichtig z.B. bei steilen Bergabfahrten, um die Bremsen zu schonen.
- Gutes Fahrwerk, mit grosser Bodenfreiheit und Verschränkung
- Leichte, nichtrostende Karosserie aus Aluminium
- Alarmanlage und Wegfahrsperre
- ABS und ETC. Funktioniert beides excellent. ETC verbessert die Offroadtauglichkeit merklich. Wir haben die gleiche Testtrecke mehrmals mit unterschiedlicher Konfiguration gefahren und sind mit gesperrtem Zentraldiff und ETC am weitesten gekommen. Ohne ETC haben die Räder schon früher zu rutschen begonnen.
- Mit Sitzschienenverlängerung, sehr angenehme Sitzposition mit gutem Überblick. An die linksseitig angeordneten Pedale gewöhnt man sich schnell. Dafür hat man eine super Sitzposition fürs Offroaden.
- Passt mit Dachzelt in Standart 20' Container.
- Es existiert ein weltumspannendes Netz von Landroververtretungen
- Sehr gute Erfahrungen mit den Garantieleistungen von Landrover Schweiz gemacht
- Landroverfahrer sind ein eigenes Völkchen und man trifft überall Landy-Fans- und Clubs, die einen einladen und weiterhelfen
 

Nachteile:
- Elektrische Leitungen nicht rüttelsicher verlegt und können durchscheuern
- Undicht, bei starkem Regen dringt Wasser in den Fahreraum ein
- Im Fussbereich des Fahrers wird es bei hohen Aussentemperaturen sehr heiss
- Das Händlernetz ist nicht so dicht wie z.B. bei Toyota, doch jedes Land besitzt mindestens eine Landroververtretung

Aufgetretene Mängel:
- Hauptkabelstrang an Bremsleitung vom ABS-Modulator aufgescheuert.
Folge: Kurzschluss, Sicherung verbraten und Motorstillstand
- ABS Sensor hinten rechts Kabelbruch. ABS und ETC nicht funktioniert
- Filzdichtung bei Ausgang Zwischengetriebe undicht: Öl in Handbremszylinder
- Simmerring Differentialeingang vorne undicht
- Ausrücklager Kupplung quietscht bei kaltem Zustand

Alle diese Mängel wurden kostenlos auf Garantie repariert und behoben. In den USA und Kanada funktioniert die weltweite Garantie nicht. Man muss die Reparatur bezahlen und kriegt die Kosten vom heimischen Händler zurückerstattet.
In Panama wurde der ABS Sensor kostenlos auf Garantie ersetzt.

Diverse Facts:
Dieselverbrauch: Im Schnitt: 12l /100km (inkl.Dachgepäckträger und Fahrräder)
Ölverbrauch: Anfangs ca. 1L/10'000km, momentan ca. 1L/5'000km